Chronik
Standorte im Lauf der Zeiten - immer wieder mal woanders
1978 bis 1986 - nicht ganz einfach!
1978
Wir waren glücklich und zufrieden mit unserem Campingplatz Waldhort. Auch wurde der Platz von vielen Touristen gerne besucht. Doch gegen Ende der siebziger Jahre tauchten plötzlich dunkle Wolken auf. Es gab Pläne für eine Autobahn, die von der Verzweigung Schänzli nach Aesch gebaut werden sollte. Es wurden zwei Varianten vorgeschlagen:
Eine durch das Naturschutzgebiet Reinacher Heide, die zweite auf der rechten Seite der Birs. Wir hofften, dass die Variante rechts der Birs zum Zuge kommt. Damit hätten wir keine Probleme mit dem Campingplatz gehabt. Wir waren auch der Meinung, dass eine Strasse nicht durch ein Naturschutzgebiet gebaut werden sollte. Die Variante rechts der Birs wäre durch Industriegebiet verlaufen. Hauptsächlich wäre die damalige Elektra Baselland Münchenstein (heute Primeo Energie) betroffen gewesen. Die ansässige Industrie hatte erfolgreich lobbyiert und die Politiker in Liestal haben der Variante Reinacher Heide den Vorzug gegeben. Der Baubeginn der T18 erfolgte im Jahre 1981. Durch den Bau der T18 verlor der Campingplatz die Hälfte des bestehenden Areals. Zudem waren noch Tennisplätze geplant, die ebenfalls noch auf dem übrig gebliebenen Areal untergebracht werden mussten.
1981
Wir wurden von unseren Vermietern informiert, dass alle bestehenden Mietverträge auf Ablauf hin gekündigt werden. In den Zeitungen wurde auch erwähnt, dass es künftig keinen Campingplatz mehr geben würde. Wir waren alarmiert und begannen in der näheren und weiteren Umgebung Gelände zu suchen, wo ein Campingbetrieb möglich wäre. Alle Baselbieter, Aargauer und viele weitere Gemeinden, die wir angefragt hatten, gaben uns einen negativen Bescheid. Wir versuchten es sogar im nahen Ausland, wo auch der Zeltklub Basel nach seinem Wegzug aus der Reinacherheide Zuflucht gefunden hatte.
Unser Campingplatz lag damals in der Landwirtschaftszone. Im Jahr 1982 wurde ein neuer Regionalplan Landschaft ausserhalb des Baugebietes aufgelegt. Der neue Zonenplan teilte das Gebiet „in der Au“ neu in eine Sport- und Erholungszone, die auch Camping erlauben würde. Die Einwohner von Reinach stimmten in einer Volksabstimmung dem neuen Teilzonenplan zu. Nun konnten Verhandlungen mit der Bürgergemeine Reinach als Landeigentümer aufgenommen werden. Dazu wurde eine Baukommission ins Leben gerufen und der Schreibende wurde zu deren Vorsitzenden gewählt.
Der Bau der T18 machte Fortschritte und nun begann der Aushub für den Tunnel in Reinach. Unser heutiger „Oberer Platz“ wurde als Deponie für den Aushub des Tunnels gebraucht. Nach der Fertigstellung des Tunnels wurde der Aushub abtransportiert, so dass wir mit der Planung des neuen Campingplatzes beginnen konnten. Auf diesem „Oberen Platz“ hatte es weder Wege noch Bäume und Sträucher, es musste eine neue komplette Infrastruktur erstellt werden.
1984-1986
In diese Zeit fiel der Neubau des Campingplatzes. Die Generalversammlung im März 1985 genehmigte sowohl den Baurechtsvertrag mit der Bürgergemeinde Reinach wie auch den vorgelegten Baukredit. Dank vielen ehrenamtlichen Helfern konnten hohe Investitionskosten eingespart werden. So haben wir die Elektrokabel selber eingezogen, Bäume und Sträucher gepflanzt und vieles mehr.
Am Wochenende vom 6. - 8. Juni 1986 wurde der neue Campingplatz offiziell eingeweiht. Die Einweihung wurde gleichzeitig mit dem 40-Jahre CCBB Jubiläum und einem Internationalen Campingtreffen sowie vielen Ehrengästen aus der Bürgergemeinde, der Gemeinde Reinach und Offiziellen der Stadt Basel durchgeführt. Ein Auszug aus der Eröffnungsrede des Präsidenten der Baukommission: Wir dürfen heute auf ein gelungenes Werk blicken.
Die Baukommission übergab an diesem Wochenende offiziell den Platz seiner Bestimmung und unter die Obhut des Vorstandes.
H.P. Hiltbrand
Ehrenpräsident